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BCA Termine

Keine Termine

Goldener Oktober

Gleich zwei Bouleturniere in den ersten Oktoberwochen hatten die Aktiven des Boule-Club Achern organisatorisch zu bewältigen.

Mit seiner 4. Auflage bildete das Oktoberfestturnier schon fast traditionell den Auftakt. Hier treffen sich Boulespielerinnen und Boulespieler, die mit viel Spaß an ihrem Sport, aber durchaus ambitioniert ihre Kugelkünste miteinander messen. Mehr als 40 Mannschaften unterschiedlicher Spielstärke trugen sich in die Teilnehmerliste ein. So kam es zu interessanten und meist spannenden Begegnungen, aber manchmal auch zu eindeutigen Ergebnissen. Das verwundert nicht, wenn Freizeitspieler auf eine frischgebackene Europameisterin treffen. Mit Luzia Beil trat eine junge Frau an, die erst wenige Tage zuvor mit ihrer Mannschaft im französischen St. Pierre les Elbeuf (Normandie) den Europameistertitel in der Kategorie U 23 der Damen gewinnen konnte. Sie war es auch, die am Ende des Tages gemeinsam mit ihrem Partner den Kalbshaxen für den Turniersieg in Empfang nehmen durfte.

 

Sportlich weitaus aufregender gestalteten sich die Partien beim Herbstturnier „Großer Preis von Achern“. Der Turnierleiter freute sich, denn es hatten sich exakt 32 Mannschaften eingeschrieben. So konnte in A und B-Turnier ohne zeitintensive Zwischenrunde das Turnier zügig durchgeführt werden. Zahlreiche Teams aus dem benachbarten Elsass, aber auch aus Nord- und Südbaden waren auf das Spielgelände in der Illenau gekommen. Die weiteste Anreise hatte ein Pärchen aus Luxemburg, die sich mit einem Acherner Spieler als Mannschaft komplettierten, sowie ein Spieler, der in Lübeck sein Zuhause hat.

Gleich in den ersten Spielrunden trafen durch das Los bedingt vermeintliche Favoriten aufeinander. Und so waren die Endergebnisse eine Mischung aus erwartbaren und überraschenden Resultaten.

Der für Malsch spielende Franzose Phillippe Jankowski stand nach Beendigung des Finalspieles bereits zum siebten Mal als Sieger des Acherner Herbstturniers ganz oben auf dem Treppchen. In diesem Jahr hatte er sich mit Jean-Luc Testas (Malsch) und Burkhard Rudolf (Lübeck) zusammengetan. Im Endspiel stand ihnen das Team um Etienne Feyertag aus Strasbourg gegenüber.

Das Endergebnis im B-Turnier kann dagegen durchaus als bemerkenswert eingestuft werden. Während die Verantwortlichen des Acherner Vereins auf einen Erfolg aus den eigenen Reihen hofften, gelang der Mannschaft Roland Richling, Willi Gonsert und Martin Busam von dem benachbarten und freundschaftlich verbundenen Club aus Rheinau der verdiente Erfolg. Im Endspiel gegen das Team Martial Ellwanger aus Gambsheim lagen die drei Rheinauer bereits mit 5:10 Punkten zurück. Aber in zwei Aufnahmen gelang es ihnen, diesen Rückstand aufzuholen und in ein 13:10 Sieg zu verwandeln. Damit haben sie sich die Medaillen für das Complementaire redlich verdient.

Mit diesen Finalspielen ging ein hochkarätiges und gut organisiertes Turnier zu Ende. Die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften garantierte einen flüssigen Turnierverlauf und die Platzanlage in der Illenau fand wieder einmal begeisterten Zuspruch bei den fast einhundert Spielerinnen und Spielern.

Bericht U.Sapel   Bilder (BC-Achern)

Sieger_A: Philippe Jankowski (mit Pokal), Jean-Luc Testas und Burkhard Rudolf, links daneben der Vorsitzende des BC Achern Franz Rauch

 

Sieger_B: Willi Gonsert, Roland Richling und Martin Busam, rechts Franz Rauch, der Vorstzende des gastgebenden Vereins Boule-Club Achern.

 

Finalisten_A: links die späteren Sieger Burkhard Rudolf, Jean-Luc Testas und Phillippe Jankowski, rechts daneben die Mannschaft aus Strasbourg mit Jean Pfeffer, Alexandre Yolant und Etienne Feyertag

 

Finalisten_B: links die späteren Sieger Willi Gonsert, Martin Busam und Roland Richling, rechts das Team aus Gambsheim Martial und Kerim Ellwanger mit Bastien Albert.

Pressemitteilung:

Oberbürgermeister Muttach bei Nachbarn in der Illenau zu Gast

Der Boule-Club Achern nahm in der abgelaufenen Ligasaison mit vier Mannschaften am Spielbetrieb des Baden-Württembergischen Pétanqueverbandes teil.

Dabei gelang der Mannschaft Achern 1 der direkte Wiederaufstieg aus der Oberliga Mittelbaden in die Regionalliga. Mit nur einem verlorenen Spiel in elf Begegnungen war dies ein herausragendes Ergebnis. Auch die anderen drei Mannschaften gaben ihr Bestes und konnten allesamt ihre Klassen halten.

Dass neben dem sportlichen Bereich auch der Freizeitsportbetrieb eine wichtige Rolle im Leben des Boule-Club Achern spielt, davon überzeugte sich dieser Tage Oberbürgermeister Klaus Muttach bei einem Besuch auf dem Vereinsgelände. Anlässlich einer Bürgersprechstunde hatte er sich zu einem Besuch des Boule-Club bereit erklärt.

Nahezu 40 Vereinsmitglieder nahmen an dem Gespräch mit dem OB teil und schilderten zahlreiche Aktivitäten des Vereins. Der Boule-Club Achern wurde 1999 als Verein gegründet und ging aus dem Erbe der französischen Garnison hervor. Das ideale Spielgelände wurde vor nahezu zwanzig Jahren dankenswerter Weise dem Deutschen Verein überlassen. Deutsch-Französische Freundschaft wird seither im Club gelebt. Der Verein berichtete von den Veranstaltungen und Kooperationen mit Schulen, Kindertageseinrichtungen, dem Verein für Behinderte und Nichtbehinderte und Veranstaltungen mit befreundeten Vereinen und weiteren Gästen. Seit über 15 Jahren wirkt der Verein beim bärenstarken Ferienprogramm der Stadt Achern mit und hat in diesen Jahren viele Kinder aus Achern und Umgebung mit den einfachen Regeln des Boulespiels vertraut gemacht. Als Liga-, Pokal- und Turnierspieler tragen die Aktiven des Vereins das Stadtwappen auf dem Trikot und zeigen auf diese Weise, in welcher Stadt Pétanque auf diesem hohen Niveau gespielt wird. Andererseits gilt das Spielgelände in der Illenau als eines der schönsten in Baden-Württemberg (und darüber hinaus) und wird deshalb jedes Jahr von hunderten lizensierten Spielerinnen und Spielern zu den großen Turnieren im Frühjahr und Herbst gerne besucht. Neben diesen Aktivitäten informierte die Vorstandschaft des Vereins zusätzlich über wünschenswerte und notwendige Veränderungen auf dem Sportgelände des Vereins.

Muttach machte sich ein Bild von der dringend notwendigen Renovierung der Einrichtungen auf dem gepflegten Boule-Gelände. Beispielsweise ist der Zustand der Toilettenanlage aktuell sanierungsbedürftig. Für den notwendigen Neubau der Toilettenanlage bedarf es jedoch einer Änderung des bestehenden Bebauungsplans und der Durchführung eines baurechtlichen Genehmigungsverfahrens. Der Verein ist dazu bereit, die Erfolgsaussichten der Bebauungsplanänderung durch eine schalltechnische Untersuchung zu prüfen und hierfür, wie auch für die angedachten Investitionen in diesem Bereich, eine entsprechende Summe zu investieren.

In diesem Zusammenhang deutete der Oberbürgermeister an, dass der bestehende Überlassungsvertrag zwischen Stadt und Verein einer Modifizierung bedarf, um eine Bezuschussung durch öffentliche Gelder zu ermöglichen. Darüber hinaus, so Muttach, sei es von der Verwaltung aus nicht in Frage gestellt, dass der Verein sich langfristig auf dem bisherigen Spielgelände betätigen könne. Er gehe davon aus, dass auch der Gemeinderat an einem nachhaltigen Engagement des Vereins an diesem besonderen Standort gelegen ist.

Zum Ende des informellen Austauschs überreichte ein Vereinsvertreter dem Oberbürgermeister eine kleine Zielkugel. Sie stehe symbolisch dafür, dass sowohl Stadt als auch Verein, in jeweils eigenem Interesse, gemeinsam ein Ziel vor Augen haben, nämlich weiterhin gute Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement der Vereine zu bieten und nutzen zu können.

 

Ulrich Sapel


 

Bildlegende:

Oberbürgermeister Muttach zwischen den Vereinsvorständen Franz Rauch, Thomas Müller, Volker Krause-Akelbein und Joachim Schöch (v.l.)

Nach dem Abstieg, 2016, hat Achern 1 den direkten Wiederaufstieg, mit einer guten Mannschaftsleistung und Schweißtreibenden Spielen, die Boule-Saison 2017 gekrönt. Gratulation und Chapeau. Für die Regionalliga viel Erfolg.